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Zeichnung und Lyrik aus den Konzentrationslagern Dachau und Flossenbürg
bis 25. Februar 2026 (Gesprächsraum der Versöhnungskirche)
Als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus verließ Bruno Furch nach der Okkupation Österreichs im März 1938 das Land. Er ging nach Spanien zu den Internationalen Brigaden, um dort gegen den Franco-Faschismus zu kämpfen. Der Fall der spanischen Republik bedeutete für ihn und viele andere Interbrigadisten die Internierung in französischen Lagern. Von dort aus wurde er im Mai 1941 ins KZ Dachau gebracht und im Juli 1944 ins KZ Flossenbürg verlegt. Den schrecklichen Todesmarsch Richtung Dachau überlebte er. Nach der Befreiung war er für die Kommunistische Partei Österreichs tätig und stellvertretender Chefredakteur der Volksstimme.
Seine Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen in den Konzentrationslagern hat er in Bildern und Gedichten verarbeitet. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl seiner Werke.
Die Rückkehr der Namen
vom 26. Februar bis 8. Juni 2026
Im April 2024 setzte das Erinnerungs- und Demokratieprojekt Die Rückkehr der Namen des Bayerischen Rundfunks ein starkes Zeichen in der Münchner Innenstadt: Patinnen und Paten erinnerten mit Tafeln an das Schicksal von 1.000 Münchnerinnen und Münchnern, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Dachauer Ausstellung führt dieses Projekt weiter. Zur Ausstellung gibt es am 1. März eine Veranstaltung.
Walter Trier: Nazi-German in 22 Lessons – Nazi-Deutsch in 22 Lektionen
vom 9. Juni bis 6. August 2026
Im englischen Exil des jüdischen NS-Gegners Walter Trier entstehen eine ganze Reihe antifaschistischer Karikaturen. Besonders bemerkenswert ist die Flugschrift „Nazi German in 22 Lessons“, die Anfang 1942 Maschinen der britischen Royal Air Force über den von Deutschland besetzten Gebieten abwerfen. Das Heft soll allen, die in einer gleichgeschalteten Pressewelt leben, eine andere Lesart der Nazi-Begriffe anbieten. Die Ausstellung zeigt die „22 Lektionen“, die der Berliner Verlag Favoritenpresse in einer kommentierten Neuausgabe herausbrachte.
Der Schmerz der Befreiung im Spiegel der Kunst
vom 7. August bis 9. Oktober 2026
Am Beispiel von elf Kunstwerken, geschaffen im Zeitraum zwischen der Befreiung und dem Jahr 1947, geht die Ausstellung der Frage nach, wie Shoah-Überlebende mit dem Medium Kunst ihre Befreiung reflektierten. Die Werke stammen aus der Kunstsammlung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Verbunden mit den persönlichen Geschichten bilden Repros der Kunstwerke den Leitfaden der Ausstellung.
„… und über uns kein Himmel“
vom 12. Oktober 2026 bis 15. Januar 2027
Die Ausstellung zeigt Bilder und Texte aus der Graphic Novel von Robert Krieg und Daniel Daemgen aus dem Jahr 2012, die die erschütternde Lebensgeschichte von Paul Brune (im Buch Fritz Blume) erzählt, einem Jungen, der in das tödliche System nationalsozialistischer „Rassenhygiene“ geriet. Auf Basis historischer Dokumente zeigt sie, wie ein Kind zwischen Waisenhaus, Zwangsbegutachtung und „Heilanstalt“ in höchste Gefahr gerät – in einer Zeit, in der über 200.000 Menschen der NS-„Euthanasie“ zum Opfer fielen. Am 30. Oktober 2026 kommt Robert Krieg zu einem Filmgespräch in die Versöhnungskirche.
