Die Versöhnungskirche...

... wurde 1965 bis 1967 auf Initiative von überlebenden Häftlingen auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau errichtet. Es handelt sich um den einzigen evangelischen Kirchenbau auf dem Gelände eines einstigen Konzentrationslagers, gewidmet dem Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus, der Erinnerung an die schuldhaften Verstrickungen des deutschen Protestantismus und dem gemeinsamen Einsatz für Frieden, Recht und Gerechtigkeit.

Jährlich kommen mehr als 100 000 Menschen bei ihrem Besuch der Gedenkstätte auch in die Versöhnungskirche. Sie ist ein Ort, der den Gästen aus aller Welt einen Raum der Stille anbietet, an dem viele Formen des Gedenkens möglich sind – stumme Trauer, Entzünden einer Kerze, Gebet, namentliches Gedenken an die Opfer, persönliche Auseinandersetzung mit Bezügen zur eigenen Lebenswirklichkeit.

Wer es wünscht, findet in den Räumen der Versöhnungskirche auch eine Ansprechperson. Mit Voranmeldung bieten die Mitarbeitenden Führungen über das Gelände der Gedenkstätte an. Zudem begleiten und unterstützen sie Überlebende der Konzentrationslager ebenso wie andere NS-Verfolgte und deren Angehörige.

Für Gäste der KZ-Gedenkstätte und für Menschen aus dem Großraum München bietet die Versöhnungskirche Gottesdienste, Gebete und Konzerte an, aber auch Zeitzeugengespräche, Buch- und Filmpräsentationen, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen, oft gemeinsam mit Partnern aus anderen christlichen Konfessionen, aus der jüdischen und der muslimischen Gemeinschaft, aus der Zivilgesellschaft.