Frühjahrs- und Sommerprogramm 2010
10.03.10 19:30 Evang. Stadtakademie München
Prof. Dr. Hans-Peter Heinz,, Pastoraltheologe, Augsburg
14.03.10 16:00 Versöhnungskirche
Der Kunsthistoriker PD Dr. Kai Kappel erarbeitete die erste Gesamtdokumentation der 1960 bis 1995 in der KZ-Gedenkstätte Dachau errichteten Kapellen und Kirchen sowie des Karmels und der Jüdischen Gedenkstätte. In den Blick genommen werden auch die problematischen Vorschläge zur christlichen Überformung des Ortes im ersten Jahrzehnt nach der Befreiung des Konzentrationslagers. An der Buchpräsentation nehmen der Autor und als Zeitzeugin Schwester Elija Boßler OCD teil, die 1966 in den Karmel „Heilig Blut“ Dachau eintrat. Auf dem Weg zum 2. ÖKT.
17.03.10 19:30 Evang. Stadtakademie München
Dr. Björn Mensing, Theologe und Historiker, Dachau
22.03.10 19:30 Versöhnungskirche
Seit 1999 engagieren sich Menschen für das Projekt „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“. Inzwischen haben sie über 120 Biographien verfasst. Am Jahrestag der Errichtung des KZ Dachau werden die neuesten Beiträge vorgestellt und ins Gedächtnisbuch aufgenommen: zu Sally Bruckmann (Oberpfalz) von Schülern aus Nabburg, zu Zygmunt Rasniewski (Polen) von Caspar Mattheis, zu Ernest Gillen (Luxemburg) von Schülern aus Mannheim und zu Dmitri Wolochowski (Ukraine) von Lena Kofanowa (Ukraine). Im Rahmen der Veranstaltung wird dem Trägerkreis Gedächtnisbuch die Anerkennungsurkunde „365 Orte im Land der Ideen“ 2010 übergeben. Trägerkreis Gedächtnisbuch
24.03.10 19:30 Evang. Stadtakademie München
Dr. Jürgen Müller-Hohagen, Dipl.-Psychologe und Psychotherapeut, Dachau
09.04.10 19:30 Versöhnungskirche
Am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer von den Nationalsozialisten in Flossenbürg ermordet. Im aktiven Einsatz gegen den Nationalsozialismus in der Bekennenden Kirche und im politischen Widerstand ist er zum Zeugen für Glaubenstiefe und Zuwendung zur Welt geworden. An Bonhoeffers 65. Todestag werden wichtige Stationen seines Lebensweges erinnert und zu seinen zentralen Texten, zum Teil von Franz Wich vertont, in Beziehung gesetzt. Hans Werner von Wedemeyer (82), der jüngere Bruder von Bonhoeffers Verlobter Maria von Wedemeyer, wird über den Beitrag seiner Schwester für die Hinwendung des Theologen zur Diesseitigkeit sprechen. Diese zählt zum bleibenden Vermächtnis Bonhoeffers an uns. ASF-Freiwillige Lena Kofanova, Spezialvikar Michael Lorenz, Heila Steinmann (Blockflöte), Hans Werner von Wedemeyer, Franz Wich (Bariton)
15.04.10 19:00 Versöhnungskirche
Mehr als 100 prominente Häftlinge, darunter die Familien der Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944, verschleppte die SS als Geiseln in den letzten Kriegswochen in Richtung Alpen. Der Leidensweg führte im April 1945 auch durch das KZ Dachau. Ein Großteil der Gefangenen wurde später in Südtirol befreit. Fünf ehemalige Sippenhäftlinge haben ihre Mitwirkung zugesagt: Franz Freiherr von Hammerstein, Peter A. Jehle, Marie-Gabriele Schenk Gräfin von Stauffenberg, Otto Philipp Schenk Graf von Stauffenberg, Hildur Zorn (geb. Freiin von Hammerstein). Kooperation: Stiftung 20. Juli 1944, Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee, Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau
16.04.10 - 18.04.10 Evang. Stadtakademie München
Bitte Prospekt anfordern und anmelden unter Tel. 089/5490270 oder info@evstadtakademie.de
01.05.10 18:00 Theodor-Heuss-Straße / Ecke Sudetenlandstraße, Dachau
In Erinnerung an die Häftlinge, die zu Tausenden noch in den letzten Tagen vor der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau auf den Todesmarsch geschickt wurden, findet in Anwesenheit von ehemaligen Häftlingen an der Bronzeplastik von Hubertus von Pilgrim eine Gedenkfeier statt. Es werden Abba Naor (Überlebender des Todesmarsches) und andere sprechen. Trägerkreis Todesmarschmahnmal Dachau
02.05.10 10:45 Krematorium / Appellplatz
9.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst im Karmel „Heilig Blut“ Dachau, 10.45 Uhr Befreiungsfeier Krematorium / Appellplatz, 12.30 Uhr Gedenkstätte Schießplatz Hebertshausen, anschließend Tag der Begegnung“ auf der Ludwig-Thoma-Wiese in Dachau
13.05.10 - 15.05.10 Versöhnungskirche / Karmel / Todesangst-Christi-Kapelle / KZ-Gedenkstätte
Das vollständige Programm finden Sie im Menüpunkt Aktuell.
13.05.10 14:00 Todesangst-Christi-Kapelle
2008 entstand aus dem Projekt „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ eine internationale Wanderausstellung. Eine neue, ergänzende Ausstellung über Geistliche im KZ Dachau wird im Rahmen des Ökumenischen Kirchentages in Anwesenheit von ehemaligen Häftlingen und von Angehörigen ermordeter Häftlinge vorgestellt. Trägerkreis Gedächtnisbuch
13.05.10 19:00 Versöhnungskirche
Von 1943 bis 1945 war Pater Roth Häftling im KZ Dachau. Nach der Befreiung des KZ wurde er Seelsorger des Lagers Dachau-Ost, das auf dem Gelände des ehemaligen KZ entstand. Sein engagiertes Eintreten für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse im Internierungs- und späteren Flüchtlingslager sowie seine Initiative für die Errichtung einer KZ-Gedenkstätte führten zu Missverständnissen und langjährigen Auseinandersetzungen auf unterschiedlichsten Ebenen. Im Jahr 1960 kam er unter ungeklärten Umständen ums Leben. Ludwig-Thoma-Gemeinde Dachau, Dr. Norbert Göttler (Buch und Regie)
14.05.10 13:00 - 15.05.10 13:15 Jugendgästehaus Dachau / Versöhnungskirche
Unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Brechenmacher (Potsdam) und Prof. Dr. Harry Oelke (München) referieren Wissenschaftler/innen den aktuellen Forschungsstand zu der Frage, wie Protestantismus und Katholizismus auf die NS-Verbrechen reagierten: Zwangssterilisation, „Euthanasie“-Krankenmord, Zwangsarbeit und Judenverfolgung. Christen gerieten in der NS-Zeit partiell selbst in den Fokus des Unrechtsstaates; etwa 2.800 Geistliche wurden ins KZ Dachau verschleppt. Wie gingen die Kirchen nach 1945 mit ihrem weitgehenden Versagen angesichts der NS-Verbrechen um? Am Freitag tagt das Symposium im Jugendgästehaus Dachau, am Samstag in der Versöhnungskirche. Ausführliches Programm und Anmeldung über www.dachauer-symposium.de oder Jugendgästehaus (Tel. 08131/617710).
16.06.10 19:30 Versöhnungskirche
Der auf den Filmaufnahmen der US-Kriegsberichterstatter basierende Dokumentarfilm „KZ Dachau“ wird seit 1969 mehrmals täglich an der KZ-Gedenkstätte Dachau gezeigt. Mittlerweile ist dabei die vier Jahrzehnte alte Produktion selbst zu einer wichtigen Quelle für den Umgang und die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Lagers in den 1960er Jahren geworden. Unter diesem Blickwinkel hat Christian König in seiner neuen Studie den Film untersucht, der bis heute das Bild von diesem Ort bei den Besuchern oft entscheidend prägt. Er beleuchtet auch die Rahmenbedingungen und Hintergründe der Entstehung des Films und analysiert die Darstellung der Geschichte des Lagers im Film. Christian König (Autor), Dr. Bernhard Schoßig und Dr. Robert Sigel (Herausgeber)
13.07.10 19:30 Innenhof der Versöhnungskirche
Das Streichquartett spielt Werke von Haydn, Mendelssohn, Schubert und Schulhoff. Erwin Schulhoff wurde 1894 in Prag geboren. Der Komponist nahm auch Anregungen aus dem Jazz auf. Die Nazis diffamierten seine Werke als „entartete Musik“. Schulhoff wandte sich der Ästhetik des Sozialistischen Realismus zu und erwarb die Staatsbürgerschaft der UdSSR. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde er als Bürger eines „Feindstaates“ von den Nazis interniert. Am 18. August 1942 starb Schulhoff im Lager auf der Wülzburg bei Weißenburg. Zwischen den Musikstücken erinnern kurze literarische Zeugnisse an die Situation der von den Nazis verfolgten Komponisten. Clara Scholtes (Violine), Simon Doggenweiler-Menkhaus (Violine), Fabian Schulz (Viola), Johannes Slenczka (Violoncello), Spezialvikar Michael Lorenz, Pastoralreferent Ludwig Schmidinger; bei schlechtem Wetter in der Kirche
31.07.10 - 13.08.10 Dachau
Junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Nationen treffen sich für 14 Tage in Dachau. Sie beschäftigen sich mit Ursachen und Auswirkungen der NS-Diktatur und fragen nach Bezügen zu ihrer Gegenwart. Eingeladen sind alle Interessierten zum internationalen Abend am Samstag, 7. August, um 19 Uhr und zum Zeitzeugencafé am Sonntag, 8. August, um 15 Uhr ins Jugendgästehaus Dachau, Roßwachtstraße 15. www.jugendbegegnung-dachau.de
02.08.10 Karmel "Heilig Blut" Dachau
Schülerinnen und Schüler aus den Niederlanden erinnern mit Eigenkompositionen und einem Theaterstück (in Englisch) an das Leiden der Häftlinge im KZ Dachau. Der Abend richtet sich an die Teilnehmenden der Internationalen Jugendbegegnung und alle Interessierten. Anfangsuhrzeit und Infos unter Tel. 08131/13644
24.09.10 16:30 - 24.09.10 18:00 Treffpunkt Bahnhof Dachau / Infotafel
Der Weg führt vom Bahnhof zum Eingang der KZ-Gedenkstätte. 12 Tafeln informieren über seine geschichtliche Bedeutung, über die Topographie des Lagergeländes und über die Berührungspunkte zwischen dem KZ und der Stadt. Die Führung schildert die Situation in Dachau während der NS-Zeit und erinnert an die Menschen, die diesen Weg ins KZ gehen mussten. Brigitte Fiedler, Kooperation: Dachauer Forum
29.10.10 - 01.11.10
Im Frühjahr 1939 entstand das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet. Im Juni 1942 kam in unmittelbarer Nachbarschaft das sogenannte »Jugendschutzlager Uckermark« für Mädchen und junge Frauen hinzu. Das KZ wurde bis 1945 ständig erweitert. In den sechs Jahren sind etwa 132.000 Frauen und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Sie stammten aus über 40 Nationen. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente. Auf dem Rückweg wird das neu eröffnete Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ in Berlin besucht. Das vollständige Programm finden Sie im Menüpunkt Aktuell. Info und Anmeldung über Dachauer Forum, Telefon 08131/996880 oder info@dachauer-forum.de, Kosten: 235 Euro